Zweisprachigkeit im Programm verankern
Eine türkischsprachige Lesung mit deutschen Fragen oder eine deutsche Führung für ein anderssprachiges Publikum braucht einen klaren Ablauf. Nenne das angebotene Sprachpaar bereits in der Einladung. Erkläre, ob Gäste auf einer Leinwand oder auf dem eigenen Gerät mitlesen.
Plane auch die Fragen des Publikums ein. Ohne Mikrofon für diese Beiträge fehlt der Übersetzung das Eingangssignal. Die Moderation sollte den Zugangsweg erklären und mögliche Fehler der automatischen Ausgabe offen benennen.
Lesungen und Autorenabende
Teste eine Passage, die zum tatsächlichen Text passt. Namen, Metaphern und Wortspiele sind anspruchsvoller als eine Begrüßung. Eine fachlich vorbereitete Übersetzung kann bei literarischen Texten die passendere Grundlage sein.
Wenn du Live-Übersetzung einsetzt, halte das Mikrofon nah an der lesenden Person und plane Lesepausen ein. Positioniere den Text im Blickfeld der Bühne. Bitte nach der Probe um Rückmeldung zur Verständlichkeit in der anderen Sprache.
Galerieführungen und Ausstellungseröffnungen
Für eine Eröffnungsrede eignet sich eine gemeinsame Anzeige. Bei einem Rundgang folgt das Publikum der sprechenden Person durch mehrere Räume. Hier kann der Gästezugang per QR-Code hilfreicher sein.
Prüfe Internetabdeckung und Mikrofonverbindung auf der gesamten Route. Teste besonders Orte mit Hall oder mehreren gleichzeitig sprechenden Gruppen. Stelle sicher, dass Gäste beim Blick auf den Text sicher stehen und Kunstwerke weiter betrachten können.
Vereinsabende und Community-Treffen
Bei wiederkehrenden Veranstaltungen lohnt sich ein fester Aufbau: gleicher Tonweg, vorbereiteter Gästezugang und eine verantwortliche Person. Klausi übersetzt im gewählten Sprachpaar in beide Richtungen. Eine deutsche Frage und eine türkische Antwort können so im selben Event begleitet werden.
Ordne Wortmeldungen nacheinander. Plane Hilfe für Menschen ohne Smartphone ein und zeige bei Bedarf zusätzlich die Beamer-Ansicht. Ein strukturierter kurzer Vortrag ist ein guter erster Test.
Theater und Performance
Schnelle Dialoge, Musik, Rollenwechsel und künstlerische Sprache können Live-KI überfordern. Bei einem bekannten Skript sind vorbereitete Übertitel oft besser steuerbar. Prüfe mit der künstlerischen Leitung, welche Form den Inhalt angemessen wiedergibt.
Eine Live-Übersetzung kann zum Beispiel ein Publikumsgespräch nach der Aufführung begleiten. Sie ist keine Zusage, dass ein ganzes Theaterstück ohne Vorbereitung zuverlässig untertitelt wird.
Sprachpaar und Budget einrichten
Lege die Veranstaltung in Klausi an und wähle zwei der aktuell 13 unterstützten Sprachen. Teste Beiträge in beiden Richtungen. Mehrere parallel benötigte Zielsprachen lassen sich nicht aus einem einzigen gewählten Sprachpaar ableiten.
Klausi enthält 3 Freiminuten pro Monat für einen kurzen Test. Für längere Einsätze kaufst du Minutenpakete ohne zusätzliches Abo. Gekaufte Minuten verfallen nicht. Prüfe die aktuellen Preise und plane Probe, Veranstaltung und Reserve ein. Technik und Betreuung gehören ebenfalls ins Budget.
Sensible Inhalte und Nachbereitung
Kulturelle Beiträge können persönliche Geschichten oder politische Aussagen enthalten. Kläre mit den Beteiligten, was öffentlich erscheinen darf, und informiere über die KI-Verarbeitung. Der Gäste-Link ist kein geschützter Raum für vertrauliche Gespräche.
Bestimme vorab, wie du mit einem Textverlauf umgehst. Ein gespeicherter Text ist keine automatisch freigegebene Veröffentlichung. Die Informationen zu Sprachaufnahmen erklären den Rahmen. Sammle nach dem Event Feedback zu Inhalt, Tempo und Zugänglichkeit.
Mit einer vollständigen Probe beginnen
Die Einrichtung in vier Schritten hilft beim ersten Aufbau. Für deutsch-türkische Formate findest du weitere Hinweise im Community-Leitfaden. Entscheide nach der Probe, welche Unterstützung dein Publikum zusätzlich braucht.
Von der Formatidee zum vollständigen Ablauf
Für die Umsetzung findest du eigene Ratgeber zu Theater-Übertiteln und Nachgesprächen, Buchvorstellungen und Lesungen, Stadtführungen und Reisegruppen sowie Austauschprogrammen. Jeder behandelt andere Anforderungen an Inhalt, Bewegung und Betreuung.
Halte am Ende ein kurzes Sprachkonzept fest: Zielgruppe, Sprachpaar, Text- oder Audioerwartung, verantwortliche Person und Ersatzablauf. So kannst du deine Entscheidung mit Veranstaltungsort, künstlerischer Leitung oder Programmteam abstimmen.


