Übertitel, Untertitel und Dolmetschen unterscheiden
Übertitel sind Textanzeigen, die im Theater häufig oberhalb oder neben der Bühne stehen. Bei einem bekannten Stück kann eine vorbereitete Übersetzung gekürzt und nach Einsätzen eingeblendet werden. Entscheidend sind die literarische Bearbeitung und eine Person, die dem Bühnengeschehen folgt.
KI-Live-Übersetzung entsteht dagegen aus dem aktuellen Mikrofonsignal. Sie benötigt Verarbeitungszeit und kann sich verhören. Klausi erzeugt übersetzten Text; es ist kein System zum Einspielen eines vorbereiteten Stückskripts und keine gesprochene Verdolmetschung.
| Situation | Passender Planungsansatz |
|---|---|
| Inszenierung mit festem Text | Vorbereitete, künstlerisch abgestimmte Übertitel prüfen |
| Freies Publikumsgespräch | Live-Textübersetzung mit klaren Sprecherwechseln erproben |
| Gesprochene Übersetzung erforderlich | Professionelle Dolmetschleistung und Audiotechnik planen |
Inszenierung mit festem Text
Freies Publikumsgespräch
Gesprochene Übersetzung erforderlich
Wo Live-Übersetzung im Theater sinnvoll erprobt werden kann
Einführung, Werkstattgespräch und Nachgespräch sind andere Formate als die Aufführung selbst. Hier kann die Moderation Wortmeldungen ordnen und bei einer unklaren Übersetzung nachfragen. Beginne mit einem kurzen Gespräch und einer Person, die beide Sprachen beurteilen kann.
Musik, Flüstern, schnelle Dialoge und mehrere gleichzeitige Stimmen erschweren die Erkennung. Beurteile deshalb nicht nur eine deutliche Begrüßung. Probe einen typischen Ausschnitt mit den geplanten Mikrofonen und dem tatsächlichen Tempo.
Sprachen für Häuser in Deutschland, Österreich und der Schweiz wählen
Frage bei Kartenbuchung oder Einladung nach dem Sprachbedarf. Deutsch–Englisch kann für eine internationale Einführung passen. Ein Gastspiel oder ein Community-Gespräch kann etwa Deutsch–Türkisch oder Deutsch–Polnisch benötigen. Die Veranstaltungssprache allein sagt wenig über das Publikum aus.
In der Schweiz kann je nach Publikum auch Deutsch–Französisch oder Deutsch–Italienisch relevant sein. Klausi bietet 13 auswählbare Sprachen, aber pro Event ein Sprachpaar in beide Richtungen. Die vollständige Sprachenliste hilft bei der Auswahl. Schweizerdeutsch ist keine eigene Sprachoption. Teste Dialekt und künstlerische Sprache gesondert.
Anzeige und Ton mit der Technik abstimmen
Platziere die Textfläche so, dass Gäste Bühne und Text ohne große Kopfbewegung verfolgen können. Prüfe die Sicht aus der letzten Reihe, von der Seite und von vorgesehenen barrierearmen Sitzplätzen. Eine helle Anzeige darf die Lichtgestaltung der Aufführung nicht ungewollt verändern.
Für ein Nachgespräch braucht jede Wortmeldung ein geeignetes Mikrofon. Kläre mit der Tontechnik, welcher Ausgang ein verständliches Signal liefert. Klausi benötigt einen aktuellen Browser, Mikrofonzugriff und Internet. Die Anleitung zur Beamer-Projektion beschreibt den Lesbarkeitstest.
Eine Probe mit klarer Entscheidung durchführen
Vereinbare vor der Probe, was die Textausgabe leisten soll: etwa einem Nachgespräch in der anderen Sprache folgen. Bewerte anschließend konkrete Sätze, Namen und Sprecherwechsel. Halte fest, wo Sinn oder Zuordnung verloren gehen.
- Eine Person bedient die Sitzung; eine zweite prüft den Text aus dem Publikum.
- Eine typische Frage und Antwort in beiden Sprachen durchspielen.
- Verzögerung, Schriftgröße und den sichtbaren Verlauf im Saal beurteilen.
- Einen Moderationshinweis und eine Ersatzverbindung für Ausfälle vorbereiten.
- Bei unzureichender Verständlichkeit das Angebot vor der Ankündigung anpassen.
Künstlerische Freigabe und Zugangsangebote klären
Stimme mit künstlerischer Leitung, Autorinnen, Autoren und beteiligten Übersetzenden ab, welche Textfassung öffentlich gezeigt werden darf. Ein automatisch entstandener Verlauf ist keine freigegebene Übersetzung des Stücks. Persönliche Publikumsbeiträge gehören ebenfalls in die Vorbereitung.
Übersetzter Text allein deckt nicht alle Anforderungen an Zugänglichkeit ab. Prüfe Schriftdolmetschen, Gebärdensprache und weitere Hilfen anhand des tatsächlichen Bedarfs. Der Artikel zu Live-Untertiteln und Barrierefreiheit erklärt die Unterschiede.
Den passenden Ablauf in Klausi vorbereiten
Lege für das erprobte Gespräch eine Veranstaltung an, wähle das Sprachpaar und teste Beamer sowie Gästezugang auf einem zweiten Gerät. Plane die Gesprächsdauer einschließlich Probe und Reserve. Aktuelle Minutenpakete stehen auf der Preisseite.
Der Einrichtungsleitfaden führt durch den Start. Für gemischte Bühnen- und Gesprächsformate hilft außerdem der Ratgeber zu Buchvorstellungen und Lesungen.


