Sprachunterstützung nach der Begegnung auswählen
Ein Orientierungstag, ein Gastfamilienabend und die tägliche Arbeit in kleinen Tandems haben unterschiedliche Anforderungen. Übersetzter Text kann eine gemeinsame Einführung begleiten. In einem freien Raum mit vielen gleichzeitigen Gesprächen passt eine einzelne Mikrofonsitzung dagegen nicht zum Ablauf.
Beschreibe deshalb zuerst, wer mit wem spricht und wer mitlesen soll. Benenne die betreuende Person und kläre, wie Teilnehmende Rückfragen stellen. Live-Übersetzung ist eine Unterstützung für die Begegnung; sie übernimmt keine pädagogische Betreuung.
Alle 13 Sprachoptionen anhand des Bedarfs prüfen
Die vollständige Sprachenliste im Event-Leitfaden umfasst Deutsch, Englisch, Türkisch, Italienisch, Spanisch, Französisch, Portugiesisch, Niederländisch, Polnisch, Ukrainisch, Rumänisch, Griechisch und Arabisch. Wähle anhand der tatsächlichen Gruppe und prüfe typische Beiträge in beiden Richtungen.
Pro Klausi-Event gilt ein Sprachpaar. Deutsch–Englisch kann für eine internationale Orientierung passen; Deutsch–Französisch etwa für eine entsprechende Begegnung mit Teilnehmenden aus der Schweiz. Eine Gruppe mit drei oder mehr benötigten Sprachen lässt sich nicht durch die Sprachliste automatisch parallel bedienen.
Einen Orientierungstag in überschaubare Teile gliedern
Beginne mit einer Begrüßung, bei der alle den Zugang öffnen können. Erkläre Ablauf, Räume und Kontaktpersonen anschließend in kurzen Blöcken. Zeige wichtige Angaben zusätzlich auf einem geprüften Informationsblatt. Adressen, Zeiten und Telefonnummern sollen nicht allein von einer automatisch erkannten Äußerung abhängen.
| Programmpunkt | Vorbereitung |
|---|---|
| Ankommen | Gäste-Link, WLAN-Hilfe und persönliche Ansprechperson |
| Gemeinsame Einführung | Mikrofon, ein Sprachpaar und gut sichtbare Textausgabe |
| Kleine Arbeitsgruppen | Sprachkenntnisse, Betreuung und eigenen Gesprächsablauf klären |
| Abschlussrunde | Fragen nacheinander und Verständnis der nächsten Schritte prüfen |
Ankommen
Gemeinsame Einführung
Kleine Arbeitsgruppen
Abschlussrunde
Gastfamilienabend und Fragen vorbereiten
Plane Fragen nacheinander und mit Mikrofon. Lade Teilnehmende ein, unklare Sätze erneut zu formulieren. Bei einem Sprachwechsel innerhalb des gewählten Paars kann Klausi in die andere Richtung übersetzen. Teste dieses Hin und Her vor dem eigentlichen Treffen.
Fragen zu Gesundheit, Konflikten oder persönlichen Umständen gehören nicht in einen öffentlich geteilten Viewer. Biete dafür einen persönlichen Kontakt und bei Bedarf qualifizierte Sprachmittlung an. Bei Minderjährigen müssen die zuständigen Betreuungspersonen die geltenden Anforderungen an Organisation und Verarbeitung klären.
Deutschland, Österreich und die Schweiz berücksichtigen
Frage nach Schul- oder Hochschulbezeichnungen, lokalen Abkürzungen und tatsächlich gesprochenen Sprachvarianten. Eine Standarddeutsch-Probe belegt keine Dialekterkennung. Schweizerdeutsch ist keine eigene Sprachoption. In der Schweiz können außerdem Französisch und Italienisch für die konkrete Begegnung relevant sein.
Wer mobile Daten über Landesgrenzen nutzt, sollte den eigenen Tarif prüfen. Unterstelle insbesondere für die Schweiz keine einheitlichen EU-Roaming-Bedingungen. Stelle am Treffpunkt nach Möglichkeit einen getesteten Internetzugang und Hilfe beim Verbinden bereit.
Technik und Betreuung vor der Ankunft testen
Der Aufnahmeplatz braucht einen aktuellen Browser, Mikrofonzugriff und stabiles Internet. Für die gemeinsame Einführung kann ein Bildschirm genügen. Für den Gäste-Viewer benötigen die Teilnehmenden ein geeignetes Gerät und Internet. Eine Person betreut den Zugang, während eine andere moderiert.
- Namen, Ortsangaben und typische Fragen in beiden Sprachen erproben.
- Den Gästezugang per QR-Code mit einem zweiten Gerät öffnen.
- Lesbarkeit und Sitzplätze mit der Gruppe abstimmen.
- Hinweise bei Ausfällen und persönliche Rückfragen festlegen.
- Minutenguthaben, Testzeit und Dauer der Einführung prüfen.
Sprachlernen und verständliche Organisation verbinden
Lass Raum für direkte Gespräche und gemeinsame Sprachpraxis. Nutze die Textausgabe gezielt für Teile, bei denen Orientierung sonst verloren geht. Frage anschließend, welche Begriffe und Situationen unklar geblieben sind. Passe die nächste Einführung anhand dieser Rückmeldung an.
Der Einrichtungsleitfaden erklärt den Start in Klausi. Für gemeinsame Ausflüge hilft der Ratgeber zu Stadtführungen und Reisegruppen.


