Wie Live-Übersetzung funktioniert
Das Mikrofon liefert das gesprochene Wort. Spracherkennung macht daraus Text. Anschließend wird der Text in die andere Sprache des gewählten Sprachpaars übersetzt. Dein Publikum liest die Ausgabe auf einer Leinwand, einem Bildschirm oder dem eigenen Gerät.
Die Verarbeitung braucht Zeit. Wie schnell ein Satz erscheint, hängt unter anderem von Sprechpausen, Audioqualität und Verbindung ab. Teste mit echten Beispielsätzen, statt mit einer festen Verzögerung zu planen. Klausi unterstützt ein Sprachpaar pro Event und erkennt innerhalb dieses Paars den Sprachwechsel.
Für welche Kulturveranstaltungen das passt
Vorträge und moderierte Gespräche mit klaren Sprecherwechseln lassen sich gut proben. Bei einer Lesung musst du zusätzlich prüfen, ob Stil, Namen und literarische Sprache verständlich übertragen werden. Für ein Theaterstück mit bekanntem Text können vorbereitete Übertitel die passendere Lösung sein.
- Lesungen, Autorengespräche und Ausstellungseröffnungen.
- Podiumsdiskussionen, Fachvorträge und Konferenzen.
- Vereinsabende und Begegnungen im Stadtteil.
- Galerieführungen mit Gästezugang auf dem Smartphone.
Alle 13 Sprachen: das passende Sprachpaar wählen
Klausi bietet die folgenden Sprachen zur Auswahl. Quelle und Ziel müssen unterschiedlich sein. Pro Event wählst du ein Sprachpaar; innerhalb dieses Paars wird in beide Richtungen übersetzt. Die Liste bedeutet keine gleichzeitige Ausgabe in 13 Zielsprachen.
Frage nach den tatsächlichen Sprachkenntnissen deines Publikums. Deutsch–Englisch kann für internationale Events passen, Deutsch–Türkisch für einen entsprechenden Vereinsabend. Für Gäste in der Schweiz können etwa Deutsch–Französisch oder Deutsch–Italienisch relevant sein. Nationalität und Veranstaltungsort legen den Bedarf nicht fest.
| Auswählbare Sprache | Code |
|---|---|
| Deutsch | de |
| Englisch | en |
| Türkisch | tr |
| Italienisch | it |
| Spanisch | es |
| Französisch | fr |
| Portugiesisch | pt |
| Niederländisch | nl |
| Polnisch | pl |
| Ukrainisch | uk |
| Rumänisch | ro |
| Griechisch | el |
| Arabisch | ar |
Deutsch
Englisch
Türkisch
Italienisch
Spanisch
Französisch
Portugiesisch
Niederländisch
Polnisch
Ukrainisch
Rumänisch
Griechisch
Arabisch
Deutschland, Österreich und die Schweiz berücksichtigen
Für eine gemeinsame deutschsprachige Veranstaltung kannst du denselben technischen Ablauf nutzen. Prüfe regionale Ausdrücke, Namen und die tatsächlich gesprochenen Varianten im Test. Schweizerdeutsch ist keine eigene auswählbare Sprache. Eine erfolgreiche Standarddeutsch-Probe belegt keine verlässliche Übertragung jedes Dialekts.
Bei grenzüberschreitenden Gruppen gehören verfügbare mobile Daten und mögliche Roaming-Kosten zur Planung. Für einen Saal prüfst du zusätzlich das Gäste-WLAN unter Veranstaltungsbedingungen. Kläre konkrete Anforderungen an Zugänglichkeit und Verarbeitung mit deinem Träger; der Einsatz von KI allein ist kein Nachweis ihrer Erfüllung.
Welche Technik du brauchst
Plane einen Laptop mit aktuellem Browser, eine zuverlässige Internetverbindung und ein Mikrofon nahe an der sprechenden Person ein. Bei mehreren Bühnenmikrofonen kann ein geeigneter Ausgang der vorhandenen Tonanlage die bessere Quelle sein. Prüfe den Anschluss mit der Veranstaltungstechnik.
Für die gemeinsame Anzeige brauchst du einen Beamer oder Bildschirm. Der QR-Zugang ist eine Ergänzung für schlecht einsehbare Plätze oder bewegte Führungen. Gäste benötigen dafür ein eigenes Gerät und Internet. Halte Netzteil, passende Bildadapter und eine getestete Ersatzverbindung bereit.
Live-Übersetzung Schritt für Schritt einrichten
Öffne in Klausi Außenauftritt → Live-Übersetzung. Lege eine Veranstaltung mit Namen und Sprachpaar an. Wähle anschließend das richtige Mikrofon, erlaube den Browserzugriff und starte einen kurzen Probelauf. Das Anlegen der Veranstaltung allein startet die Übersetzung noch nicht.
Öffne die Ausgabe für den Beamer und teste den Gäste-Link auf einem zweiten Gerät. Prüfe Schriftgröße und Kontrast aus der letzten Reihe. Die Einrichtung in vier Schritten führt dich durch den Ablauf. Für die Projektion hilft die Beamer-Anleitung.
Typische Fehler vor dem Einlass finden
Ein entferntes Laptop-Mikrofon, mehrere gleichzeitig sprechende Personen oder Musik im Hintergrund erschweren die Erkennung. Eine klare Moderation und ein sauberer Tonweg verbessern die Ausgangslage. Teste auch Fragen aus dem Publikum mit dem vorgesehenen Handmikrofon.
Deaktiviere störende Benachrichtigungen und automatische Bildschirmsperren für die Präsentation. Stelle sicher, dass eine zuständige Person den Text und den Sitzungsstatus während des Events beobachtet. Lege fest, was bei einem Ausfall passiert.
Minuten und Budget planen
Klausi enthält 3 Freiminuten pro Monat zum Ausprobieren. Für längere Events kaufst du zusätzliche Minuten als einmaliges Paket. Die Abrechnung erfolgt nach Minuten; gekaufte Minuten verfallen nicht. Live-Übersetzung benötigt kein zusätzliches Pro-Abo.
Plane Veranstaltungsdauer, Testläufe und eine Reserve ein. Prüfe die aktuellen Minutenpakete und dein Guthaben vor dem Start. Mikrofon, Projektion, Netz und Betreuung gehören ebenfalls in die Kalkulation. Ein pauschaler Vergleich mit Dolmetschhonoraren bildet diese Unterschiede nicht ab.
Verständlichkeit und Datenschutz mitplanen
Informiere die sprechenden Personen über die Verarbeitung und das Publikum über die KI-Übersetzung. Lege fest, welche Inhalte öffentlich auf der Leinwand erscheinen dürfen. Die Informationen zu Sprachaufnahmen erklären die Verarbeitung und den Umgang mit Textverläufen.
KI kann Namen, Zahlen und Bedeutungen falsch übertragen. Bei verbindlichen oder besonders sensiblen Inhalten brauchst du eine passende fachliche Absicherung. Starte mit einem kleinen Probeformat und sammle Rückmeldungen in beiden Sprachen.
Den Ratgeber für dein Veranstaltungsformat finden
Starte mit dem Format, das du tatsächlich planst. Die folgenden Anleitungen behandeln jeweils einen eigenen Ablauf und ergänzen die gemeinsame Einrichtung.
- Theater und Publikumsgespräche: vorbereitete Übertitel und Live-Text abgrenzen.
- Stadtführungen und Reisegruppen: Route, Lesestopps und mobiles Internet prüfen.
- Buchvorstellungen und Lesungen: literarische Passage und Fragerunde getrennt planen.
- Austauschprogramme: Orientierung, Sprachbedarf und Betreuung organisieren.
- Panels und Podiumsdiskussionen: Ton und Moderation vorbereiten.
- Einrichtung in vier Schritten: den technischen Probelauf starten.


