Kapitel 01 · Live-ÜbersetzungAktualisiert 5 Min. Lesezeit

Live-Übersetzung für Events in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Ob Event, Theatergespräch, Buchvorstellung, Tour oder Austauschprogramm: So planst du lesbare Live-Übersetzung für dein Publikum in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Eine Sprecherin am Mikrofon vor Publikum in einem Kulturraum mit Projektionsfläche.

Wie Live-Übersetzung funktioniert

Das Mikrofon liefert das gesprochene Wort. Spracherkennung macht daraus Text. Anschließend wird der Text in die andere Sprache des gewählten Sprachpaars übersetzt. Dein Publikum liest die Ausgabe auf einer Leinwand, einem Bildschirm oder dem eigenen Gerät.

Die Verarbeitung braucht Zeit. Wie schnell ein Satz erscheint, hängt unter anderem von Sprechpausen, Audioqualität und Verbindung ab. Teste mit echten Beispielsätzen, statt mit einer festen Verzögerung zu planen. Klausi unterstützt ein Sprachpaar pro Event und erkennt innerhalb dieses Paars den Sprachwechsel.

Für welche Kulturveranstaltungen das passt

Vorträge und moderierte Gespräche mit klaren Sprecherwechseln lassen sich gut proben. Bei einer Lesung musst du zusätzlich prüfen, ob Stil, Namen und literarische Sprache verständlich übertragen werden. Für ein Theaterstück mit bekanntem Text können vorbereitete Übertitel die passendere Lösung sein.

  • Lesungen, Autorengespräche und Ausstellungseröffnungen.
  • Podiumsdiskussionen, Fachvorträge und Konferenzen.
  • Vereinsabende und Begegnungen im Stadtteil.
  • Galerieführungen mit Gästezugang auf dem Smartphone.

Alle 13 Sprachen: das passende Sprachpaar wählen

Klausi bietet die folgenden Sprachen zur Auswahl. Quelle und Ziel müssen unterschiedlich sein. Pro Event wählst du ein Sprachpaar; innerhalb dieses Paars wird in beide Richtungen übersetzt. Die Liste bedeutet keine gleichzeitige Ausgabe in 13 Zielsprachen.

Frage nach den tatsächlichen Sprachkenntnissen deines Publikums. Deutsch–Englisch kann für internationale Events passen, Deutsch–Türkisch für einen entsprechenden Vereinsabend. Für Gäste in der Schweiz können etwa Deutsch–Französisch oder Deutsch–Italienisch relevant sein. Nationalität und Veranstaltungsort legen den Bedarf nicht fest.

Auswählbare SpracheCode
Deutschde
Englischen
Türkischtr
Italienischit
Spanisches
Französischfr
Portugiesischpt
Niederländischnl
Polnischpl
Ukrainischuk
Rumänischro
Griechischel
Arabischar
Deutsch
Codede
Englisch
Codeen
Türkisch
Codetr
Italienisch
Codeit
Spanisch
Codees
Französisch
Codefr
Portugiesisch
Codept
Niederländisch
Codenl
Polnisch
Codepl
Ukrainisch
Codeuk
Rumänisch
Codero
Griechisch
Codeel
Arabisch
Codear

Deutschland, Österreich und die Schweiz berücksichtigen

Für eine gemeinsame deutschsprachige Veranstaltung kannst du denselben technischen Ablauf nutzen. Prüfe regionale Ausdrücke, Namen und die tatsächlich gesprochenen Varianten im Test. Schweizerdeutsch ist keine eigene auswählbare Sprache. Eine erfolgreiche Standarddeutsch-Probe belegt keine verlässliche Übertragung jedes Dialekts.

Bei grenzüberschreitenden Gruppen gehören verfügbare mobile Daten und mögliche Roaming-Kosten zur Planung. Für einen Saal prüfst du zusätzlich das Gäste-WLAN unter Veranstaltungsbedingungen. Kläre konkrete Anforderungen an Zugänglichkeit und Verarbeitung mit deinem Träger; der Einsatz von KI allein ist kein Nachweis ihrer Erfüllung.

Welche Technik du brauchst

Plane einen Laptop mit aktuellem Browser, eine zuverlässige Internetverbindung und ein Mikrofon nahe an der sprechenden Person ein. Bei mehreren Bühnenmikrofonen kann ein geeigneter Ausgang der vorhandenen Tonanlage die bessere Quelle sein. Prüfe den Anschluss mit der Veranstaltungstechnik.

Für die gemeinsame Anzeige brauchst du einen Beamer oder Bildschirm. Der QR-Zugang ist eine Ergänzung für schlecht einsehbare Plätze oder bewegte Führungen. Gäste benötigen dafür ein eigenes Gerät und Internet. Halte Netzteil, passende Bildadapter und eine getestete Ersatzverbindung bereit.

Live-Übersetzung Schritt für Schritt einrichten

Öffne in Klausi Außenauftritt → Live-Übersetzung. Lege eine Veranstaltung mit Namen und Sprachpaar an. Wähle anschließend das richtige Mikrofon, erlaube den Browserzugriff und starte einen kurzen Probelauf. Das Anlegen der Veranstaltung allein startet die Übersetzung noch nicht.

Öffne die Ausgabe für den Beamer und teste den Gäste-Link auf einem zweiten Gerät. Prüfe Schriftgröße und Kontrast aus der letzten Reihe. Die Einrichtung in vier Schritten führt dich durch den Ablauf. Für die Projektion hilft die Beamer-Anleitung.

Typische Fehler vor dem Einlass finden

Ein entferntes Laptop-Mikrofon, mehrere gleichzeitig sprechende Personen oder Musik im Hintergrund erschweren die Erkennung. Eine klare Moderation und ein sauberer Tonweg verbessern die Ausgangslage. Teste auch Fragen aus dem Publikum mit dem vorgesehenen Handmikrofon.

Deaktiviere störende Benachrichtigungen und automatische Bildschirmsperren für die Präsentation. Stelle sicher, dass eine zuständige Person den Text und den Sitzungsstatus während des Events beobachtet. Lege fest, was bei einem Ausfall passiert.

Minuten und Budget planen

Klausi enthält 3 Freiminuten pro Monat zum Ausprobieren. Für längere Events kaufst du zusätzliche Minuten als einmaliges Paket. Die Abrechnung erfolgt nach Minuten; gekaufte Minuten verfallen nicht. Live-Übersetzung benötigt kein zusätzliches Pro-Abo.

Plane Veranstaltungsdauer, Testläufe und eine Reserve ein. Prüfe die aktuellen Minutenpakete und dein Guthaben vor dem Start. Mikrofon, Projektion, Netz und Betreuung gehören ebenfalls in die Kalkulation. Ein pauschaler Vergleich mit Dolmetschhonoraren bildet diese Unterschiede nicht ab.

Verständlichkeit und Datenschutz mitplanen

Informiere die sprechenden Personen über die Verarbeitung und das Publikum über die KI-Übersetzung. Lege fest, welche Inhalte öffentlich auf der Leinwand erscheinen dürfen. Die Informationen zu Sprachaufnahmen erklären die Verarbeitung und den Umgang mit Textverläufen.

KI kann Namen, Zahlen und Bedeutungen falsch übertragen. Bei verbindlichen oder besonders sensiblen Inhalten brauchst du eine passende fachliche Absicherung. Starte mit einem kleinen Probeformat und sammle Rückmeldungen in beiden Sprachen.

Den Ratgeber für dein Veranstaltungsformat finden

Starte mit dem Format, das du tatsächlich planst. Die folgenden Anleitungen behandeln jeweils einen eigenen Ablauf und ergänzen die gemeinsame Einrichtung.

Wie viele Sprachen unterstützt Klausi?

Deutsch, Englisch, Türkisch, Italienisch, Spanisch, Französisch, Portugiesisch, Niederländisch, Polnisch, Ukrainisch, Rumänisch, Griechisch und Arabisch. Du wählst ein Sprachpaar pro Event; innerhalb dieses Paars wird in beide Richtungen übersetzt.

Braucht das Publikum ein Konto?

Für den Gästezugang per Link oder QR-Code ist kein Klausi-Konto und keine App-Installation nötig. Für die gemeinsame Beamer-Anzeige braucht das Publikum kein eigenes Gerät.

Ersetzt Live-Übersetzung professionelle Dolmetscher?

Das hängt von Inhalt und Anforderungen ab. KI-Untertitel sind eine visuelle Unterstützung. Für gesprochene Verdolmetschung, sensible Inhalte oder besondere Qualitätsanforderungen plane professionelle Unterstützung ein.

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